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Agroforst

Landwirtschaft in der
3. Dimension

Agroforstwirtschaft ist ein Landnutzungssystem, in dem Bäume mit Nutzpflanzen oder Nutztieren auf einer Fläche kombiniert werden. Dabei werden positive ökologische und ökonomische Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Kulturen geschaffen.

 

Agroforstsysteme unterscheiden sich durch die Kombination von:

  • Bäumen mit Ackerkulturen (silvoarable Systeme),

  • Bäumen mit Tierhaltung (silvopastorale Systeme)

  • Bäumen mit Ackerbau und Tierhaltung
    (agrosilvopastorale Systeme)
     

Innerhalb dieser Kategorien gibt es viele verschiedene Formen von Agroforstsystemen. Typisch für alle Arten der Agroforstwirtschaft sind die bewusst genutzten Synergien zwischen Gehölz- und Ackerkulturen. Neben dem Anbau von besonders schnellwachsenden Baumarten wie Pappeln, spielen auch Bäume zur Wertholzproduktion und Obstgehölze eine wichtige Rolle in Agroforstsystemen.

 

Schnellwachsende Gehölze haben den Vorteil, dass sie bereits sehr kurzfristig ihre positive Wirkung entfalten, wie zum Beispiel:

  • Erosionsschutz

  • verbessertes Mikroklima

  • hohe CO₂-Bindung

Schnellwachsende Bäume sind für viele Landwirtinnen und Landwirte auch ein niederschwelliger Einstieg in die Agroforstwirtschaft, da sie sich nicht für viele Jahrzehnte auf ein bestimmtes Agroforstsystem festlegen müssen. Wie in der Natur, schaffen Pioniergehölze günstige Bedingungen, um auch andere Baumarten sukzessive in das System zu integrieren.
Die ökologischen Synergien von Agroforstsystemen ergeben sich auch durch die umfangreichen, besonders artenreichen Randstrukturen. Und auch die Produktivität kann gesteigert werden. In französischen Agroforstsystemen wurde ein Gesamtflächenertrag von 140% gemessen, im Vergleich zum Anbau von Ackerkulturen und Bäumen als separate Blöcke nebeneinander.

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