top of page
20220603_132941_edited.jpg

Über VIVO Carbon

CO₂ - zu viel des Guten am falschen Ort

Alles Leben basiert auf Kohlenstoff. Wir sind überzeugt, dass CO₂ nicht Ursache für den Klimakollaps sein muss, sondern in den Lebenskreislauf integriert werden kann.

Oberstes Ziel von VIVO Carbon ist ein Beitrag, den CO₂-Gehalt in der Atmosphäre auszugleichen und den Überschuss mit Hilfe von Bäumen zu binden. Dabei regenerieren wir produktive Ökosysteme, erzeugen klimafreundliche Rohstoffe und ersetzen fossile Brennstoffe.

 

Wir nutzen schnellwachsende Bäume in der Landwirtschaft als ein höchst wirksames Instrument zur CO₂-Bindung in großem Maßstab.

Agroforstsysteme schaffen Synergien zwischen Gehölzstreifen und Ackerkulturen oder Nutztieren. Normalerweise sind 5 bis 60 % der Gesamtfläche eines Agroforstsystems mit Bäumen bepflanzt. Auf der übrigen Fläche wachsen klassische Kulturen. Durch die positiven Wechselwirkungen entsteht eine höhere Gesamtproduktivität der Fläche und trotz der vielen Klima- und Umweltvorteile kein Flächenkonflikt mit der Nahrungsmittelerzeugung. Agroforstliche Praktiken sind verfügbar und liefern große Mengen an universellen Rohstoffen, die für eine zukünftige Bioökonomie und den Bedarf unserer Zivilisation unerlässlich sind. CO₂ soll nicht nur in lebendigen, produktiven Ökosystemen eingebunden, sondern später auch in Gebäuden und Produkten dauerhaft gespeichert werden.

Die Agroforstwirtschaft ist ein stark unterschätztes Instrument, um der globalen Erwärmung entgegenzuwirken und viele positive Nebeneffekte zu erzielen.

Agroforstwirtschaft ermöglicht:

  •     Sofort verfügbare CO₂-Speichererung

  •     Hilfe bei der Regeneration von Böden und Ökosystemen

  •     Erhöhung der Biodiversität

  •     Verbesserung des lokalen Mikroklimas

  •     Kein Konflikt, sondern Synergien mit der Nahrungsmittelproduktion

  •     Verbesserung der Produktivität der landwirtschaftlichen Flächen

  •     Schnelle Skalierbarkeit mit Pionierbaumarten

  •     Verbesserung des Tierwohls von Nutztieren und Habitat für Wildtiere

  •     Verbreiterung der Einkommensquellen der Landwirte

  •     Bereitstellung großer Mengen an nachwachsenden Rohstoffen

  •     Dauerhafte Einbindung von CO₂ in gesunden Ökosystemen und langlebigen Produkten

 

Um dies zu erreichen und die Agroforstwirtschaft als wirksame Methode in der Breite zu etablieren, braucht VIVO Carbon Partner:innen und Unterstützende. Angesichtes der Tatsache, dass das Interesse an freiwilligen Klimazertifikaten und der Unterstützung von regionalen Klimaschutzmaßnahmen wächst, sind wir der Ansicht, dass die CO₂-Bindeleistung die beste verfügbare Referenzgröße ist, um effektive Projekte zu bewerten und deren Finanzierung zu ermöglichen.

Aufgrund unvorteilhafter politischer Rahmenbedingungen und Unsicherheiten sind Agroforstsysteme für die meisten Landwirtinnen und Landwirte noch kein "Business Case". Außerdem zögern Landwirtinnen und  Landwirte, aufgrund von mangelndem Fachwissen, Bäume zu pflanzen. VIVO Carbon schließt diese Lücke, indem es die Projekte gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten sowie erfahrenen Partnerorganisationen mit Agroforst-Praxisexpertise realisiert. Gleichzeitig wird den Landwirtinnen und  Landwirten eine faire Vergütung für die Bereitstellung geeigneter Flächen und eine Beteiligung an den Gewinnen aus der Holzvermarktung angeboten.

Die Verantwortung für den Erfolg der jeweiligen Baumpflanzungen liegt bei VIVO Carbon.

Die Landwirtinnen und Landwirte bleiben vom finanziellen Risiko weitgehend befreit, beteiligen sich aber operativ im Rahmen der individuellen Möglichkeiten. Sie sind am Ertrag beteiligt und haben die Chance Fachwissen aufzubauen. So schafft VIVO Carbon für die Landwirtinnen und Landwirte Bedingungen, in denen Agroforstprojekte in jeder Hinsicht erfolgreich sind - auch finanziell. Ziel ist es, viele Landwirte zu motivieren, zukünftig auch selbst Agroforstsysteme auf eigene Rechnung zu etablieren. Wir sind überzeugt, dass Produktivität und Gewinn bei Agroforstsystemen nicht im Widerspruch zu Klima- und Umweltvorteilen stehen.

 

Als gemeinnütziges Unternehmen wird VIVO Carbon alle zukünftig möglichen Erlöse in neue Klimaprojekte reinvestieren. So schaffen wir eine "sich selbst verstärkende Wirkung".

Wenn unsere erste Mission erreicht ist und die Agroforstwirtschaft als Best-Practice-Methode in der deutschen Landwirtschaft gilt, kann VIVO Carbon andere Länder oder weitere "natürliche Systeme" ins Visier nehmen, um CO₂ zu "revitalisieren". Maßstab wird immer eine hohe Wirkung und Skalierbarkeit sein. Paludikulturen und die Regeneration von Feuchtgebieten oder Methoden zur Erhöhung und Erhaltung des organischen Kohlenstoffs im Boden sind denkbar. Auch die Optimierung der positiven Klimawirkung durch die Verwendung von Holzprodukten oder Pflanzenkohle könnte in den Fokus rücken.

 

Im Moment richtet sich unser voller Einsatz auf das klare Ziel, viele Agroforstsysteme zu pflanzen und zu bewirtschaften - auf landwirtschaftlichen Flächen, auf denen derzeit keine Bäume stehen. Um einen relevanten Beitrag zu leisten, einen unumkehrbaren Klimakollaps zu verhindern.

Bis 2040 hat die Agroforstwirtschaft das Potenzial, mehr als 25% der verbleibenden CO₂-Emissionen in Deutschland zu kompensieren. (37 von 150 Millionen Tonnen CO2 jährlich). Dabei wird nur das durch den Holzzuwachs gebundene CO₂ berücksichtigt, nicht der zusätzliche Klima-Effekt, der z.B. durch die Substitution von CO₂-intensiven Produkten wie Beton entsteht. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten ca. 10% der deutschen landwirtschaftlichen Nutzfläche (1,7 Millionen Hektar) mit schnellwachsenden Bäumen bepflanzt werden - was Synergien mit der Umwelt, dem Klimaschutz und der Nahrungsmittelerzeugung ermöglicht.

bottom of page